Tag: Buchtipp

Inspiriert von Seth Godin

myArtSeitdem ich vor ein paar Jahren die Blogartikel von Seth Godin abonniert habe, inspiriert der Mann mich fast täglich. Sein Marketingklassiker “The Purple Cow” war mein erstes Buch von ihm, was ich fast nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sein Meisterwerk “Linchpin” aus 2010 hat mich in meiner Karriere und meinen Lebensentscheidungen bestätigt und motiviert.

Sein neuester Coup ist nun nicht nur, das er zum Jahreswechsel drei neue Bücher herausgebracht hat, diese über Crowdfunding gestartet hat um eine Alternative zum althergebrachten Verlagsgeschäft zu probieren, sondern die dazu gestartete Guerillamarketing Kampagne ist einzigartig. Das ist mutig. In seinem neuen Buch “The Icarus Deception” animiert er jeden mit der eigenen Kreativität Produkte zu schaffen, diese bekannt zu machen und um das Ganze nachhaltig zu bewerkstelligen sich damit Selbständig zu machen.

Im Zentrum steht ein sehr gut gemachtes Webvideo, das die Idee des Buches und die daraus folgende Aktion erläutert. Auf immer neue Art und Weise bringt er es auf den Punkt: Es geht darum Ideen zu realisieren, sich zu trauen. Bei unserer momentanen wirtschaftlichen Entwicklung wird das immer wichtiger. Wir brauchen Kreative, die Neues starten oder Neues in bestehenden Firmen oder Organisationen einbringen und entwickeln. Die praktische Umsetzung steht bei Seth Godin immer im Mittelpunkt. Seine Ausführungen sind mit funktionierenden Beispielen aus den unterschiedlichsten Bereichen gespickt.

Ich habe mir das Ebook gerade heruntergeladen und werde weiter berichten.

REWORK best business book of the year

800 Ceo Read hat das Buch REWORK zum Businessbuch des Jahres 2010 gekürt. 37 signals, die Firma der Autoren, hat auf ihrem Blog einen Beitrag geschrieben, der erläutert, warum das Buch so gut ankommt. Hier ein paar Zitate:

“It’s been almost a year since we published REWORK, a book that violated a lot of the publishing industry’s conventional wisdom…

Conventional wisdom: Books targeted at entrepreneurs generally don’t sell very well or usually end up on the bottom shelf. REWORK: Written specifically for starters and small business people.

CW: The format should be long chapters. REWORK: Filled with short essays, most just a page or two.

CW: Business books don’t have illustrations. REWORK: Each essay accompanied by Mike Rohde’s artwork. (Mike explained the process in these posts: part 1part 2.)

CW: A business book should use business-y language. REWORK: Plain language throughout (and even some cursing).”

Deutsche Übersetzung

“Vor nahezu einem Jahr haben wir REWORK veröffentlicht, ein Buch das in mehrerlei Hinsicht die allgemeingültigen Regeln der Buchbranche verletzt hat…

Allgemeingültige Regel: Bücher für Entrepreneurs werden generell nicht so gut verkauft und landen im untersten Regalbrett. REWORK: Speziell für Anfänger und Mittelstand geschrieben.

AR: Das Format sollte aus langen Kapiteln bestehen. REWORK: Besteht aus kurzen Aufsätzen, meist nur ein oder zwei Seiten lang.

AR: Businessbücher haben keine Illustrationen. REWORK: Jeder Aufsatz wird von einem Kunstwerk von Mike Rhode eingeleitet. (Mike erklärt den Arbeitsprozess in folgenden Beiträgen: part 1part 2.)

AR: Ein Businessbuch sollte Business Fachbegriffe verwenden. REWORK: Durchgängig einfache Sprache (manchmal mit Schimpfwörtern).”

Wenn es darum geht Texte über die eigene Firma zu schreiben, die Internetpräsentation, oder einfach wie man sich vorstellt, kann man diese Tipps anwenden um sich von anderen zu unterscheiden und die eigene Einzigartigkeit zu zeigen.

REWORK, Business intelligent und einfach

“Wir haben etwas Neues darüber zu sagen, wie man ein Unternehmen aufbaut, führt und vergrößert (oder nicht vergrößert).

Unser Buch basiert nicht auf wissenschaftlichen Theorien, sondern auf unserer Erfahrung. Wir sind seit über zehn Jahren im Geschäft. In dieser Zeit gab es zwei Rezessionen und eine geplatzte Spekulationsblase; angesagte Geschäftsmodelle und Untergangsprognosen kamen und gingen – aber wir machten die ganze Zeit Gewinn.”

Dies ist der Anfang des Buches “REWORK, Business intelligent und einfach” von Jason Fried und David Heinemeier Hansson. Ein Buch das auf angenehme und manchmal überraschende Art und Weise unsere eingefahrenen Gleise, wie man eine Firma führt, Produkte entwickelt und sie verkauft auf den Kopf stellt. Die erklärenden und vertiefenden Beispiele machen die Übertragung auf das eigene Unternehmen einfach. Da jedes Kapitel innerhalb von ein bis zwei Seiten abgehandelt wird, kann man schnell mal zwischendurch zur Abwechslung und Entspannung diese Ideen als Inspirationsquelle nutzen. Das Buch ist kurz und es ist einfach zu lesen weil es die Essenz eines komplexen Forschungsprozesses der Autoren darstellt. Die beiden sind auch da einer ihrer Maximen treu, weniger ist mehr. Es lohnt sich jedes Kapitel genau zu studieren und auf der Zunge zergehen zu lassen.

Das Kapitel “Stellung beziehen” hat mir bei der genauen Ausrichtung meines Angebotes geholfen. Auf Englisch heisst es “Draw a line in the sand”, “Zieh eine Linie in den Sand”, bis hier her und nicht weiter. Wo grenze ich mein Angebot ab, was biete ich nicht an. Eine klare Stellung beziehen, lieber die, die etwas anderes wollen abschrecken, als allen alles Recht machen zu wollen. Beim Lesen wurde mir klar, wie ich doch immer wieder dabei Kompromisse gemacht habe und ich noch eindeutiger werden muss. Lieber einige Interessenten verlieren, als einen Kunden nicht mit Qualität und Effizienz zu verblüffen. Lieber ein sehr enges und spezialisiertes Angebot anbieten, dafür darin der Beste werden und Kunden begeistern. Das ist mein Ziel, immer wieder und wieder.

Fried und Heinemeier Hansson sind Geschäftsführer und Gründer der Software Firma “37signals” . Eines Ihrer Produkte, die CRM-Software “Highrise” benutze ich nahezu jeden Tag seit vier Jahren. Ich erlebe und spüre die Umsetzung dieser Erkenntnisse am eigenen Leib in meinem beruflichen Alltag. Das funktioniert, alles was sie schreiben praktizieren sie selber in ihrer Firma mit Erfolg. Ich sehe mit meinen eigenen Augen wie ihre Geschäftsprinzipien funktionieren. Das überzeugt und regt an mitzumachen.

Gerade habe ich dieses Video eines Vortrages von Jason Fried gefunden. Er spricht darüber wie wir arbeiten und was wir eigentlich benötigen um die wirklich wichtigen Aufgaben erledigen zu können. Wie wenig herkömmliche Arbeitsplätze dafür geeignet sind.

Vertrauen ist die Basis für gesunde Beziehungen, auch im Geschäft.

“Trust doesn’t develop from always doing the right thing. It comes from taking responsibility when you do the wrong thing.”

“Vertrauen resultiert nicht daraus, immer das Richtige zu tun.  Es entsteht dadurch, dass man Verantwortung übernimmt, nachdem man etwas Falsches getan hat.” – Simon Sinek

Da stimme ich @simonsinek voll und ganz zu. Manchmal fällt es wirklich schwer, vor allem wenn der Fehler einem peinlich ist. “So was sollte mir nicht passieren” hallt es da in meinem Kopf. Für die grossen Fehlschläge die Verantwortung zu übernehmen fällt mir leichter. Das lässt sich sowieso nicht verstecken. Aber die Kleinigkeiten, die vielleicht nie zum Tragen kommen oder nie entdeckt werden. Aber vielleicht doch. Daneben das es mich quält birgt es das Potenzial, sorgfältig aufgebautes Vertrauen zu zerstören.

Dabei wird mir wieder klar wie oft die kleinen Details entscheidend im Unternehmeralltag sind. Vertrauen entsteht durch das Verhalten bei Fehlern oder wird dabei zerstört oder zumindest geschwächt. Vertrauen ist das wichtigste Gut und es wächst über einen längeren Zeitraum mehr und mehr.

Tom Peters geht sogar soweit und verlangt in seinem Buch “The Little Big Things” Verantwortung für Fehler von anderen zu übernehmen.

Hans Wall: Vom Mechaniker zum Millionär

“Immer wieder blicke ich in diese frischen Gesichter, voller Erwartung, voller Neugier und Energie, aber auch voller Skepsis. Ich kenne die jungen Menschen gar nicht, die zu meinen Vorträgen und Lesungen kommen. Aber ich kann ihre Gedanken lesen: Sag uns, lieber Hans Wall, wie wir reich und berühmt werden. Verrate uns dein Konzept, am besten in Form einer Checkliste, die wir eifrig abarbeiten wollen. Und schon sind wir alle erfolgreiche Unternehmer.”

So beginnt das Buch “Aus dem Jungen wird nie was…” von Hans Wall. Das hat mich sofort gepackt. Da sagt einer die Wahrheit und entlarvt unserer aller geheimen Wunsch. Auf der anderen Seite sagt mir meine Erfahrung als Unternehmer: Da gibt es nicht das eine Konzept, das Rezept zum Erfolg. Wenn ich mir meine zwei sechsjährigen Jungs anschaue, die kennen diese Frage nicht. Die probieren erstmal aus und schauen wie weit sie kommen bevor sie fragen. Die wollen es nicht richtig machen, die wollen keine Garantien, die legen los, Dinge gehen schief, sie probierens anders und lernen dabei. Letzendlich machen sie so lange bis sie erreicht haben was sie wollen. Das Wie ist nicht so wichtig, ob das Gewehr in einem Stück aus Papier geschnitten ist oder zusammengeklebt ist weil ein Schnitt daneben ging ist nicht so wichtig. Was zählt ist das Ergebnis, das Räuber-und-Gendarmspiel kann beginnen.

Hans Wall zeigt in seinem Buch wie er immer wieder mit dieser Experimentierfreude und Erfindungsreichtum letztendlich alle Hindernisse auf seinem Weg zum internationalen Unternehmer gemeistert hat. Das ist eines seiner Erfolgsgeheimnisse wie er immer wieder Rückschläge in Vorteile verwandeln konnte. Als Kinder hatte wir alle diese Fähigkeit, wir müssen sie nur wieder entdecken und trainieren. Viel experimentieren, ausprobieren. Nicht zu lange planen und überlegen, viel mehr spielen. Je mehr ich probiere, umso mehr kann schiefgehen. Und umso mehr kann Neues entdeckt werden.

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